Unser stilübergreifendes Workshopangebot ist dreifach gegliedert:

  1. Taijiquan: Körperbewegung im Feld der Gravitation
  2. Stock und Schwert im Schwerefeld
  3. Spiel mit dem Partner: Planetary Pushing Hands

Daneben gibt es selbstverständlich auch stilgebundene Workshops zum Erlernen und zur Korrektur der Cheng Hsin Solo-, Partner- und Schwertformen.

1. Taijiquan: Mühelose Körperbewegung im Feld der Gravitation

youngralstoncreepsdownsquare

Peter Ralston

Im Taiji sollen sich Entspannung, Ganzheit, Zentrierung und Erdung in der Bewegung manifestieren. Durch gezielte Übungen und viel eigenes Experimentieren lernst du in diesem Workshop, diese Kernpunkte unter den Bedingungen von Schwere und Trägheit umzusetzen und für deinen eigenen Körper zu optimieren.

Zur Erweiterung des Bewegunghorizontes werden wir Analogien und Leitvorstellungen aus der theoretischen Physik entnehmen. Weil allzu simplistische Grundvorstellungen über die physikalische Bewegung von Objekten auch den Bewegungshorizont des eigenen „Körper­-Objekts“ zu
sehr einschränken, lassen wir uns u.a. von den Arbeiten Einsteins zur Relativitätstheorie inspirieren.

Du hast Gelegenheit, Bewegungen frei zu improvisieren und innerhalb deiner eigenen Form mit den besagten Prinzipien zu spielen.  Bei Bedarf können wir zur Illustration ein Stück der Cheng Hsin Tai Chi Form nach Peter Ralston nutzen.

2. Stocstockgeradek und Schwert im Schwerefeld

In einem zweiten Zyklus von Kursen und Workshops erweitern wir unsere Betrachtungen auf die Benutzung und Beherrschung eines Instruments. Wir machen uns mit den natürlichen Bewegungen von Stock und Schwert vertraut, lassen uns von ihrem Fallen und Rotieren leiten, um zu einer harmonischen Gesamtbewegung zu gelangen.

Obwohl wir traditionelle chinesische Waffen, Langstock und Schwert, benutzen, sind die gelernten Prinzipien des Folgens und Fallens universell, so dass die Übertragung auf Klarinetten, Heugabeln und Golfschläger keine allzu großen Schwierigkeiten bereiten sollte.

Als Referenzpunkte nutzen wir die Schwertform von Peter Ralston und eine Stockform auf der Basis von Wang Yen Nien; wer aber schon eine Form gelernt hat, kann gern innerhalb der eigenen Form experimentieren. Bei Bedarf können uns natürlich auch nur ein Instrument – Stock oder Schwert – konzentrieren.

 

3. Spiel mit dem Partner: Planetary Pushing Hands

Der dritte Zyklus von Workshops dreht sich um das „T’ui Shou“ oder „Pushing Hands“. Pushing Hands ist der Name für die Partnerübungen im Taijiquan und der bezeichnet so den Übergang zur Kampfkunst. Im Pushing Hands lernen wir, nicht nur uns selbst, sondern auch den Partner mühelos zu bewegen. Dabei lernen wir, die intrinsische Stärke des entspannten Körpers im Zusammenspiel mit der Schwerkraft so zu nutzen, dass wir anstrengungfrei ungeahnte Kräfte entfalten können.

Das Pushing Hands vertieft aber auch das Verständnis der eigenen Bewegungslogik und der Taiji-Form.

In der Partnerarbeit betreten hier den Bereich zwischenmenschlicher Interaktion, und so werden wir auch die Prinzipien des In-Beziehung-seins streifen und ihre Wechselwirkung mit Harmonie der eigenen Bewegung studieren.

Verschiedene Workshops zu den Cheng Hsin Taijiformen

Das Repertoire der Cheng Hsin Taijiformen umfasst das

  1. Taiji Mini Set (2×12 Bilder)
  2. Kurzform (64 Bilder)
  3. Schwertform
  4. San Shou Partnerform

Als Special kommt noch die Langstockform von Wang Yen Nien hinzu, die wir in ihrer Interpretation zu einer Cheng Hsin Stockform umgedeutet haben.