Meisterschaft in einer Kampfkunst zeigt sich in der Mühelosigkeit und Eleganz des Spiels mit dem Partner. Dabei sind es sind vor allem die interaktiven Prinzipien und Fähigkeiten, die spielerische Leichtigkeit in der Beziehung zum Gegner ermöglichen. In der Workshopreihe „Kampfkunst Essentials“ adressieren wir direkt diejenigen Prinzipien, die eine mühelose Interaktion und Improvisation mit dem Partner ermöglichen.

Technische Grundkenntnisse aus einer beliebigen Kampfkunst sind dabei immer eine gute Basis, aber keine notwendige Voraussetzung.

Unabhängig von speziellen inhaltlichen Herangehensweisen verschiedener Kampfkünste lassen sich bestimmte Prinzipien zwischenmenschlicher Interaktion erkennen, die eine anstrengungsfreie Effektivität unserer Beziehungen erhöhen. Durch bedingungsloses Nachgeben errichten wir einen Kontext widerstandsfreier Partnerschaft mit dem Gegner, aus dem heraus wir mit Prinzipien wie „Folgen“, „Führen“ und „Fügen“ erfolgreich anwenden können. Im freundlichen Spiel auf der Matte werden diese Prinzipien mit dem Partner erlebbar. Dabei wollen wir jeden Teilnehmer coachen, diese Erfahrungen in seiner eigenen Kampfkunst aufzuspüren dort zu integrieren.

Dieses Seminar ist primär für Kampfkünstler konzipiert und  wir werden viele Elemente aus Taiji, Aikido, Judo und Boxen kennenlernen. Aber auch alle anderen, die sich für zwischenmenschliche Interaktion interessieren — von Improvisationstänzern bis zu Sozialarbeitern und Paartherapeuten — sollten von einer Teilnahme profitieren können.

Die „Kampfkunst-Essentials“ basieren auf  Peter Ralstons „Prinzipien effektiver Interaktion“, die in seiner Kampf- und Bewegungskunst Cheng Hsin eine ganz eigene Gestalt angenommen haben.